NÜRNBERG im K4, Blues-Will-Eat Festival am 05.04.2003
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NÜRNBERGER NACHRICHTEN
Blues-Will-Eat Festival in Nürnberg Uncle Harry erzählt gerne Geschichten. In der einen Hand die Trompete, die andere auf Klaviertasten, den Schnauzbart dicht am Mikrofon garniert er diese Anekdoten mit New-Orleans-Jazz aus der Kinderstube des Blues. Bei bekannten Gassenhauern wie »Blueberry Hill« singt und swingt das K4-Hinterzimmer ein Highlight beim elften »Blues will eat«-Festival. Neben Uncle Harry liefert die »Down
Home Bluesband« eine bemerkenswerteVorstellung ein Streifzug durch
die Historie des elektrischen Blues: eineBand, die sehr dichte Atmosphäre
verbreitet. Nach »Voodoo Chile« (harte Bluesrock-Fetzer),
»Bluesong« (intensiver Blues und Balladen), Günter Stössel
und Miller the Killer (Knoblauchslandkalauer und an Witz nichts Neues)
setzt die »Omni Blues Band« einen Meilenstein:
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Blues-Will-Eat Website vom 10.4.2003 Blues-Will-Eat Festival in Nürnberg Im Hinterzimmer dokumentierte derweil
Kamerafrau Karin Sand Ehemann Uncle Harry bei seinen Geschichten
aus New Orleans & Jazz. Im unverwechselbaren Stil einhändig
am Piano, die andere Hand an der Trompete gelang der Streifzug
durch die Musikhistorie bei konzentrierter Atmosphäre und spontanem
Mitgesang der motivierten Zuhörer. Zwischen Blue Berry Hill und dem
French Quarter spazierte Uncle Harry alias Harald Sand mit der Attitüde
des charmanten New Orleans Dandy und übergab an die Knoblauch Country
Rambler Miller the Killer und Günter Stössel. Musikalisch wenig
aufregend, inhaltlich noch weniger innovativ gab es ein Best of Stössel
Programm aus den letzten 25 Jahren. Wem`s zuviel wurde, wechselte zur
Omni Blues- oder NC Brown Blues Band oder später zu den Rusty Nails
und härtete die Gehörgänge bei Bluesrock satt ab. Den genialen
Schlusspunkt setzten jedoch Karen Carroll und Christian Rannenberg mit
jazzigem Blues vom Allerfeinsten. Karen Carroll, die in der Clubatmosphäre
exakt in ihrem Element zu sein scheint, übergibt zwischendrin an
Mutter Jeannie und Tony Bullock, Quincy Phelps untermalt locker dynamisch
mit dem Bass. Die entspannte Session-Show zeigte musikalisch höchstes
Niveau, durchschlagende Emotionen und den Blues in seiner ganzen Intensität.
Was hier dokumentiert wurde, setzte einen besonderen Glanzpunkt in der
Geschichte des BWE-Festivals. Blues in seiner ursprünglichsten Form,
mit bestaufgelegtesten Protagonisten von fantastischer Qualität.
Noch ein Wort zu Jeannie Carroll: die Grand Dame aus der Billie Holliday
Ära verfügt über eine kraftvolle Professionalität
die ihresgleichen sucht. Sie war wohl die ungekrönte Königin
des Abends. |